Just-In-Time

Just-In-Time beschreibt einen perfekten Unternehmenszustand, der als Orientierung dient, aber in den meisten Fällen nicht erreicht werden kann.
Das Prinzip von „Just-In-Time“ lautet: Alle benötigten Materialen oder Produkte für ein Unternehmen sind genau zum richtigen Zeitpunkt in genau der richtigen Menge am richtigen Ort. Davon zu unterscheiden ist das Prinzip „Just-In-Sequence“.

Just-In-Sequence und Just-In-Time anhand eines Beispiels des Rohrverlegens und der Materialzufuhr dargestellt.

Beispiel:
Eine Onlinevideothek bietet über 1.000 verschiedene Filme an. Da die Videothek digitale Produkte anbietet, benötigt sie kein Lager und kann jederzeit unterschiedliche Kundenanfragen extrem zeitnah erfüllen. Der Server der Internetseite und die Datenbank beginnen erst zu arbeiten, wenn ein Benutzer einen der Filme schauen möchte. Wenn der Benutzer einen der Filme ausgewählt hat, dauert es 2 bis 5 Sekunden, bis er den Film anschauen kann. Damit ist der Idealzustand des Just-In-Time-Prinzips fast erreicht.

Vorteile:
+ keine bzw. wenige Bestände, dadurch niedrige Durchlaufzeit
+ weniger Platzbedarf und Verwaltungsaufwand

Nachteile:
– Begriff wird oft als Methode und nicht als idealer Zielzustand missverstanden
– erfordert oft zusätzliche Schnittstellen und mehr Kommunikation

Hinweise:
Das Prinzip „Just-In-Sequence“ wird oft als Ergänzung zum Just-In-Time-Prinzip verstanden, mit dem Hinweis, dass Just-In-Sequence die Reihenfolge für Just-In-Time bestimme. Just-In-Time beschreibt aber schon mit dem Ausdruck „genau zum richtigen Zeitpunkt in genau der richtigen Menge am richtigen Ort“ die exakt geforderte Reihenfolge. Just-In-Sequence ist nur eine Abschwächung des Just-In-Time-Prinzips und keine Ergänzung.

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