Hanedashi
Hanedashi ist eine einfache Vorrichtung, die das fertige Ergebnis selbsttätig ausgibt, damit niemand daneben stehen und es entnehmen muss.

Beispiel:
An einer Prüfeinrichtung in einem Elektrobetrieb dauert der Prüflauf 50 Sekunden. Bisher stand eine Person daneben, wartete und nahm das geprüfte Gerät heraus: 50 Sekunden Warten für 6 Sekunden Arbeit.
Eingebaut wurde eine schräge Rutsche mit einem federnden Anschlag. Nach dem Prüflauf öffnet die Klappe, das Gerät rutscht auf ein Ablageblech und der Anschlag hält es. Kosten: 180 Euro Material und ein halber Tag Arbeit.
Die Person legt jetzt ein und geht zur nächsten Einrichtung. Aus fünf wartenden Plätzen wurde ein Mensch, der eine Runde geht.
In einer Poststelle gibt es dasselbe Prinzip ohne Technik: Das Ausgabefach hängt so, dass fertige Sendungen von selbst in den Wagen fallen, statt einzeln umgelegt zu werden.
Vorteile:
+ es ist fast immer die billigste Verbesserung im ganzen Ablauf: eine Rutsche, ein Anschlag, ein Kippmechanismus — und die Wartezeit einer Person entfällt
+ es ist die technische Voraussetzung dafür, dass eine Person mehrere Schritte bedienen kann; ohne sie ist eine Chaku-Chaku-Linie nicht möglich
Hinweise:
Der Nutzen liegt nicht in der eingesparten Handbewegung, sondern darin, dass die Person nicht mehr gebunden ist. Wer nur die 2 Sekunden Entnahme rechnet, kommt auf ein sinnloses Ergebnis; zu rechnen sind die 50 Sekunden Wartezeit.
Solche Vorrichtungen entstehen fast nie in einem Projekt, sondern von denen, die den Platz bedienen. Wer sie einkauft statt bauen zu lassen, zahlt das Zehnfache und bekommt eine Lösung, die nicht passt.
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