First Pass Yield (FPY)

First Pass Yield heißt auf Deutsch Erstdurchlaufquote: der Anteil der Vorgänge, die einen Schritt beim ersten Durchlauf fehlerfrei verlassen — ohne Nacharbeit und ohne Rückfrage.

First Pass Yield (FPY): First Pass Yield heißt auf Deutsch Erstdurchlaufquote: der Anteil der Vorgänge, die einen Schritt

Beispiel:
Eine Antragsstelle bearbeitete im Monat 400 Anträge. Am Ende waren 396 in Ordnung, die Quote lag also scheinbar bei 99 Prozent.

Der First Pass Yield sah anders aus: Nur 292 Anträge liefen ohne Rückfrage durch. Bei 108 fehlte etwas, sie gingen zurück und kamen später wieder. Das sind 73 Prozent.

Der Unterschied zwischen beiden Zahlen ist genau die Arbeit, die niemand plant und die trotzdem jeden Tag stattfindet.

Nach der Ursachenschau zeigte sich: 71 der 108 Rückfragen betrafen dasselbe fehlende Feld im Formular. Das Feld bekam eine Erklärung, der FPY stieg auf 89 Prozent.

In der Fertigung ist es dieselbe Rechnung: Von 500 Teilen verlassen 500 die Station in Ordnung, aber 60 davon waren zweimal drin.

Vorteile:
+ er macht die verdeckte Nacharbeit sichtbar, die in der Endqualität nicht auftaucht — dort sieht alles gut aus, weil vorher jemand nachgebessert hat
+ er zeigt, wo eine Verbesserung wirklich lohnt: Ein Schritt mit 73 Prozent bindet Menschen, die nirgends als Aufwand verbucht sind

Hinweise:
Der FPY sinkt, sobald man ihn ehrlich misst — die Nacharbeit war vorher schon da, sie wurde nur nicht gezählt. Wer den ersten Wert als Verschlechterung auslegt, bekommt beim nächsten Mal keine ehrliche Zahl mehr.
Gemessen wird je Schritt, nicht für den ganzen Ablauf. Über mehrere Schritte hinweg ist die richtige Kennzahl der Roll Throughput Yield.

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