Industrie 4.0
Industrie 4.0 bezeichnet die vierte industrielle Revolution: Geräte, Vorgänge und Systeme tauschen selbst Daten aus und entscheiden auf dieser Grundlage Kleinigkeiten ohne Zutun eines Menschen.

Beispiel:
Die Zählung erklärt den Namen. Die erste Revolution war die Dampfmaschine, die zweite die Fließfertigung mit elektrischem Antrieb, die dritte die Steuerung durch Rechner, die vierte die Vernetzung dieser Rechner untereinander.
Für die tägliche Arbeit heißt das etwas Einfaches: Ein Behälter meldet selbst, dass er leer wird. Eine Maschine meldet, dass ein Lager wärmer läuft als sonst. Ein Auftrag trägt seine Daten mit sich und sagt der nächsten Station, was zu tun ist.
Für die Montage wird auch von Montage 4.0 gesprochen, für die Verbindung mit Lean von Lean 4.0. Gemeint ist dasselbe: dieselbe Technik, ein anderer Anwendungsbereich.
Der wichtigste Satz dazu stammt aus der Praxis: Ein schlechter Ablauf wird durch Vernetzung nicht besser, sondern schneller schlecht. Wer 214 verschiedene Wege durch seinen Prozess hat, bekommt sie danach in Echtzeit angezeigt.
Vorteile:
+ Zustände werden sichtbar, ohne dass jemand hingeht und nachsieht — das ist die Voraussetzung für jede Reaktion, die nicht erst am nächsten Tag erfolgt
+ Daten fallen ohne Abtippen an, und was nicht abgetippt wird, enthält auch keine Tippfehler
Hinweise:
Vernetzung ersetzt keine Ordnung. Erst wenn ein Ablauf stabil ist, lohnt es sich, ihn zu vernetzen — vorher werden nur Ausnahmen automatisiert.
Der Begriff wird für fast alles verwendet, was mit Digitalisierung zu tun hat. Bei Angeboten lohnt die Frage, welche Geräte hier tatsächlich miteinander sprechen und welche Entscheidung dadurch entfällt.
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