4M-Checkliste
Die 4M-Checkliste sucht die Ursache eines Problems in vier Bereichen: Mensch, Maschine, Material und Methode.

Beispiel:
In einer Prüfstelle häuften sich fehlerhafte Vorgänge. Die erste Vermutung war, wie meistens, mangelnde Sorgfalt — also der Mensch.
Die Checkliste zwingt dazu, alle vier Bereiche zu fragen, bevor einer davon gewählt wird. Beim Material zeigte sich, dass zwei Vorlagen im Umlauf waren. Bei der Methode fehlte eine Regel für den Fall, dass Angaben unvollständig sind. Bei der Maschine war ein Feld im Formular nicht pflichtig.
Am Ende hatte der Mensch mit dem Fehler am wenigsten zu tun. Genau das ist der Zweck der Liste: Sie verhindert, dass die naheliegendste Erklärung gewinnt, bevor die anderen drei geprüft wurden.
Manche ergänzen zwei weitere Bereiche und sprechen dann von 6M: Mitwelt für die Umgebungsbedingungen und Messung für die Art, wie geprüft wird.
Vorteile:
+ sie verhindert den Kurzschluss zum Menschen, der ohne Liste in den meisten Runden als Erstes genannt wird und danach nicht mehr hinterfragt
+ vier Bereiche sind wenige genug, dass eine Gruppe sie in einer Viertelstunde durchgeht — daran scheitern längere Listen
Hinweise:
Die Liste sammelt Vermutungen, sie beweist nichts. Jede genannte Ursache muss danach an den Zahlen geprüft werden, sonst wird die am lautesten vorgetragene Vermutung zur Wahrheit.
Sie ersetzt nicht die Frage nach dem Warum. Ein gefundener Bereich ist der Anfang der Suche, nicht ihr Ende.
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