Build – Measure – Learn

Build – Measure – Learn heißt bauen, messen, lernen: ein Kreislauf, in dem jede Annahme zuerst gebaut, dann gemessen und erst danach bewertet wird.

Build – Measure – Learn: Build – Measure – Learn heißt bauen, messen, lernen: ein Kreislauf, in dem jede Annahme zuerst

Beispiel:
Der Kreis hat drei Stationen und wird immer in derselben Richtung durchlaufen. Gebaut wird das Kleinste, mit dem sich die Frage beantworten lässt. Gemessen wird an einer vorher festgelegten Zahl. Gelernt wird daraus, was als Nächstes gebaut wird.

Ein Team wollte wissen, ob eine Erinnerung per Nachricht die Zahl der verpassten Termine senkt. Gebaut wurde eine Nachricht von Hand für 40 Fälle. Gemessen wurde die Ausfallquote: von 18 auf 7 Prozent. Gelernt: Es wirkt, und zwar so deutlich, dass sich das Programmieren lohnt.

Die Reihenfolge ist der ganze Trick. Wer zuerst misst und dann baut, misst den Ist-Zustand und weiß danach nichts über die Wirkung. Wer baut und nicht misst, hat eine Meinung.

Die Runde soll kurz sein. Sechs Wochen sind zu lang; zwei Wochen zwingen dazu, klein zu bauen — und genau das ist gewollt.

Vorteile:
+ die feste Reihenfolge verhindert die häufigste Abkürzung: aus einer Vermutung sofort eine Entscheidung zu machen
+ kurze Runden machen Irrtümer billig, weil jede einzelne wenig kostet

Hinweise:
Ohne vorher festgelegte Messgröße wird aus dem Lernen eine Diskussion. Die Zahl gehört vor das Bauen, nicht danach.
Nicht jede Frage braucht den Kreis. Für etwas, das sich nachschlagen lässt, ist er der teuerste Weg zur Antwort.

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