7W-Checkliste

Die 7W-Checkliste beschreibt ein Problem vollständig, bevor jemand darüber spricht: Was, Wer, Wo, Wann, Wie viel, Wie oft und Warum noch offen.

7W-Checkliste: Die 7W-Checkliste beschreibt ein Problem vollständig, bevor jemand darüber spricht: Was, Wer, Wo, Wann, Wie

Beispiel:
Die erste Meldung lautete: „Die Anlieferung klappt nicht.“ Damit lässt sich nichts anfangen, und jede Runde dazu dauert eine Stunde ohne Ergebnis.

Mit der Checkliste sieht dieselbe Meldung so aus. Was: Paletten kommen ohne Lieferschein an. Wer bemerkt es: die Warenannahme. Wo: nur am Tor 2. Wann: seit dem 4. August, immer vormittags. Wie viel: 11 von 60 Anlieferungen. Wie oft: täglich zwei bis drei. Warum noch offen: Der Spediteur wurde noch nicht gefragt.

Aus einer Stunde Diskussion wurden zehn Minuten. Die Angaben „nur Tor 2“ und „nur vormittags“ führten direkt zur Ursache — ein Fahrer, der eine andere Route fährt.

Die letzte Frage ist die unbequemste und die nützlichste: Was wurde noch nicht geprüft? Sie verhindert, dass eine Runde etwas beschließt, das jemand mit einem Anruf hätte klären können.

Vorteile:
+ die beiden Fragen nach Ort und Zeit grenzen die Ursache oft schon ein, bevor jemand analysiert — was nur an einer Stelle auftritt, hat dort seine Ursache
+ eine ausgefüllte Liste ist für jeden lesbar, der später dazukommt; eine mündlich vorgetragene Beschwerde ist es nicht

Hinweise:
Die Liste beschreibt, sie erklärt nicht. Wer sie ausfüllt und dann sofort eine Maßnahme beschließt, hat nur das Problem sauber aufgeschrieben.
Unbekannte Angaben werden als unbekannt eingetragen, nicht geschätzt. Eine geschätzte Zahl in dieser Liste wird beim nächsten Lesen für gemessen gehalten.

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