A3-Report

Der A3-Report ist eine strukturierte Problemlösungsmethode: Du gehst Punkt für Punkt vor — Problem, heutiger Zustand, Ziel, Ursache, Maßnahmen, Wirkung — und hältst alles mitsamt den Zahlen auf einem einzigen Blatt fest. Dadurch löst du ein Problem nicht einmal, sondern dauerhaft: Weil die Ursache gesucht wird statt der schnellen Abhilfe, und weil am Ende geprüft wird, ob es wirklich gewirkt hat.

Beispiel eines ausgefüllten A3-Reports im Querformat
Beispiel eines A3-Reports
Wozu ein Problem, ein Blatt
Problem, Ursache, Maßnahme und Wirkung stehen nebeneinander. Wer dazukommt, versteht in zwei Minuten, worum es geht und wo es steht.
Wer am besten zu zweit
Einer führt ihn aus, einer stellt Fragen und löst nicht selbst. Nötig ist das nicht — aber wer zu zweit arbeitet, kommt schneller von der Abhilfe zur Ursache.
Warum selten der Denkfehler
Weil die meisten beim Problem schon falsch anfangen. „Der Drucker druckt nicht“ ist kein Problem, sondern ein kaputtes Gerät. Ein Problem entsteht erst aus einer Erwartung, die nicht eingetroffen ist.
Auch bekannt als A3-Methode, A3-Denken
Der Name kommt vom Blattformat: A3 war das größte Format, das sich 1955 per Fax übertragen ließ.

Der A3-Report

Erst ein Beispiel ansehen?

Zwei A3-Reports sind fertig ausgefüllt — zum Anschauen, Überschreiben oder Löschen.

Registrierung nötig — damit dein A3-Report gespeichert wird

Ausfüllen, den Problemsatz prüfen lassen und alles ansehen kannst du hier ohne alles. Nur bleibt nichts stehen, wenn du die Seite schließt — und ein A3-Report läuft über Wochen. Mit der kostenlosen Registrierung bekommst du beide PDFs und fünf Berichte, die liegen bleiben; mit einem Zugang legst du beliebig viele nebeneinander an und holst jeden über eine Auswahl an seiner Nummer wieder hervor.

2Das Problem

Ein Problem entsteht erst, wenn du etwas erwartest und es nicht eintrifft. Diese unerfüllte Erwartung ist das Problem — nicht das kaputte Gerät. Das ist der schwierigste Punkt des ganzen A3-Reports.

Dasselbe Ereignis, zwei Sätze. Der zweite nennt das Ziel, das nicht erreicht wurde — nur damit findest du hinterher die richtige Lösung.

Das Lagerschild hat nicht gepasst.

Der Kundentermin muss um zwei Stunden verschoben werden, da das Lager angepasst werden musste.

Der Ansprechpartner ist meist nicht im Haus.

Ich konnte kein Druckerpapier bekommen, weil der Beauftragte nicht da ist.

Der Drucker druckt nicht.

Ich muss einmal im Monat den Schichtplan ausdrucken, aber der Drucker ist immer wieder defekt.

Die Vorschriften sind schlecht aufzufinden.

Ich weiß nicht, mit wie vielen Newtonmetern ich die Schrauben reindrehen muss.

Wir haben keinen Pausenraum.

Ich weiß nicht, wo ich meine persönlichen Sachen ablegen soll.

Pass hier besonders auf, wie genau du das Problem beschreibst. Die Problembeschreibung entscheidet über alles, was danach kommt: Stimmt sie nicht, wird das Problem von Anfang an in die falsche Richtung angegangen und falsch gelöst — die Wirkung hält dann nicht an, oder es wird überhaupt nichts besser.

3Der derzeitige Zustand

Was passiert durch das Problem — und wie schwer wiegt es? Daran entscheidet sich, ob der Fall überhaupt einen A3-Report wert ist.

4Der Zielzustand

Wo soll es hingehen? Die Zielvorstellung ist bei den Beteiligten selten dieselbe — deshalb so eindeutig wie möglich. Dieser Punkt sorgt später auch dafür, dass die Lösung angenommen wird.

5Die Ursachen

Erst entscheidest du, wie du suchst — mit der 5W-Methode, mit dem Fischgrätendiagramm oder mit beidem. Am Ende wird gemeinsam eine Ursache ausgewählt: die, die behoben wird.

Welchen Weg gehst du?

Die 5W-Methode führt auf eine Ursache, das Fischgrätendiagramm auf mehrere. Beides zusammen ist erlaubt, aber nicht nötig.

Die 5W-Methode Punkt 7

Frage „Warum?“, bis die Antwort die eigentliche Ursache enthält. Hör auf, sobald sie dasteht — fünf ist der Regelfall, nicht die Vorschrift.

Das Fischgrätendiagramm

Auch Ursache-Wirkungs-Diagramm oder Ishikawa-Diagramm genannt. Alle Ursachen nach fünf Kategorien sortiert. Was du hier einträgst, steht auf dem Blatt an seiner Gräte.

Mensch
Maschine
Methode
Material
Mitwelt (Umwelt)

6Die Maßnahmen

Geh Schritt für Schritt vor — vor allem: fang an. Setz eine Maßnahme nie gleich ganz um, sondern probier erst einen kleinen Teil aus.

Sprich dann über das Ergebnis, pass die Maßnahme an und mach weiter — so lange, bis es nachhaltig gelöst ist. Eine einzige Umsetzung reicht fast nie; so weit sieht niemand voraus.

MaßnahmeWerBis wannStand

Der Stand steht nicht auf dem Blatt. Er sorgt nur dafür, dass überfällige Maßnahmen rechts auffallen.

7Wirkung und Folgen

Hat es gewirkt, und hält es? Und was folgt daraus für andere — neue Standards, neue Regeln, neue Probleme.

8Dein Logo auf dem Blatt

Ein A3-Report hängt monatelang sichtbar an der Tafel. Mit einem Zugang steht dort dein Name statt dem von LeanPrinzip — auch auf der leeren Vorlage, die du vervielfältigen kannst.

Zugang nötig — damit dein Logo und dein Firmenname auf dem Blatt stehen

Ohne Zugang trägt das Blatt das Zeichen von LeanPrinzip. Ausfüllen und prüfen kannst du auch so; für die beiden PDFs genügt die kostenlose Registrierung.

Deine Meinung zu diesem Formular

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