5M (Ishikawa)
5M sind die fünf Suchrichtungen, in denen bei einer Ursachenanalyse gesucht wird: Mensch, Maschine, Material, Methode und Mitwelt.

Beispiel:
In einer Spedition kommen Lieferscheine wiederholt unvollständig zurück. Statt zu raten, wird die Ursache in fünf Richtungen gesucht.
Mensch: Drei von elf Fahrern sind seit weniger als vier Monaten dabei und wurden von Kollegen eingewiesen, nicht geschult. Maschine: Zwei Handscanner haben eine schwache Beleuchtung, die Ablesefehler begünstigt. Material: Das Formular hat seit der Umstellung ein Feld auf der Rückseite, das leicht übersehen wird. Methode: Es gibt keine Prüfung beim Rücklauf, Fehler fallen erst in der Fakturierung auf. Mitwelt: Die Rampe ist unbeleuchtet, ausgefüllt wird im Halbdunkeln.
Von 46 Rückläufern eines Monats entfielen nach dieser Sortierung 29 auf das Formularfeld auf der Rückseite. Die Änderung des Formulars kostete nichts und beseitigte zwei Drittel des Problems.
Ohne die fünf Richtungen wäre die Antwort vermutlich Schulung gewesen — und hätte 17 von 46 Fällen erreicht.
Nachteile:
- die Sammlung ersetzt keine Prüfung: Am Ende steht eine Tafel voller Vermutungen, die einzeln nachgewiesen werden müssen
Hinweise:
Die Erweiterungen sind gebräuchlich und je nach Bereich sinnvoll: 6M ergänzt Messung, 7M ergänzt Management, 8M ergänzt Geld. In Verwaltung und Dienstleistung ist Messung fast immer die ergiebigste der Ergänzungen, weil dort selten definiert ist, was als Fehler zählt.
5M ist die Sortierung, das Ishikawa-Diagramm ist die Darstellung dieser Sortierung, und die 5-Why-Methode ist das Vertiefen einer einzelnen Ursache. Die drei gehören in dieser Reihenfolge zusammen und werden regelmäßig verwechselt.
Deine Meinung zu diesem Begriff
Was ist deine Meinung, oder was sollte verbessert werden? Name und E-Mail-Adresse sind optional — ohne Angaben bleibt deine Meinung absolut anonym.
oder lade dir das komplette Lean Wörterbuch herunter…