Chaku-Chaku-Linie
Eine Chaku-Chaku-Linie ist eine Folge von Arbeitsschritten, bei der ein Mensch nur noch einlegt und weitergeht — das Bearbeiten und Ausgeben läuft von selbst.

Beispiel:
In einer Dreherei stehen fünf Bearbeitungsschritte in U-Form. Die Person legt ein Rohteil in Schritt 1, geht zu Schritt 2, legt dort das inzwischen fertige Teil aus Schritt 1 ein, und so weiter. Am Ende der Runde nimmt sie das fertige Teil und beginnt von vorn.
Die reine Einlegezeit beträgt 8 Sekunden je Schritt, das Gehen 4 Sekunden. Eine Runde dauert 60 Sekunden — das ist die Zykluszeit der Linie. Die Bearbeitung selbst dauert je Schritt zwischen 40 und 55 Sekunden und läuft, während die Person weitergeht.
Ohne diese Bauweise stünde die Person 45 Sekunden je Schritt daneben und wartete. Fünf Schritte ergäben fünf wartende Menschen statt einem gehenden.
Der Name bedeutet „laden, laden“: Die einzige Tätigkeit des Menschen ist das Einlegen.
Vorteile:
+ sie trennt die Zeit des Menschen von der Zeit der Bearbeitung — nur dadurch kann eine Person mehrere Schritte übernehmen, ohne dass etwas wartet
+ die Besetzung lässt sich am Kundentakt ausrichten: Bei halber Nachfrage laufen zwei Personen die Runde auf halber Strecke
Hinweise:
Voraussetzung ist, dass jeder Schritt das fertige Ergebnis selbst ausgibt. Ohne diese Vorrichtung — Hanedashi — muss die Person warten und entnehmen, und die ganze Bauweise fällt in sich zusammen.
Die Schritte müssen dicht beieinanderstehen, sonst frisst das Gehen den Gewinn auf. Als grobe Grenze gilt: Der Weg zwischen zwei Schritten sollte kürzer sein als die Einlegezeit.
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