Roll Throughput Yield (RTY)

Roll Throughput Yield, auf Deutsch Gesamtdurchlaufquote, ist der Anteil der Vorgänge, die eine ganze Kette fehlerfrei durchlaufen. Er entsteht durch Multiplikation der einzelnen Erstdurchlaufquoten.

Roll Throughput Yield (RTY): Roll Throughput Yield, auf Deutsch Gesamtdurchlaufquote, ist der Anteil der Vorgänge, die eine

Beispiel:
Eine Kette aus vier Schritten sah gut aus: 95, 94, 94 und 96 Prozent fehlerfrei je Schritt. Jede Zahl für sich war unauffällig.

Multipliziert ergeben sie 80,6 Prozent. Von 1.000 Vorgängen kommen also nur 806 durch, ohne dass irgendwo nachgearbeitet wurde — 194 waren mindestens einmal zurück.

Der Durchschnitt der vier Quoten wäre 94,75 Prozent gewesen. Genau dieser Denkfehler lässt Ketten harmlos aussehen: Quoten werden nicht gemittelt, sie multiplizieren sich.

Daraus folgt eine unbequeme Rechnung: Bei zehn Schritten mit je 99 Prozent kommen 90 Prozent durch. Bei zwanzig Schritten sind es 82.

In einem Genehmigungsverfahren mit sieben Stellen ist es dieselbe Rechnung — jede Stelle für sich arbeitet gut, der Antragsteller erlebt trotzdem Rückfragen.

Vorteile:
+ er zeigt die Wirkung der Kettenlänge: Jeder zusätzliche Schritt kostet Durchsatz, auch wenn er für sich genommen fehlerfrei aussieht
+ er richtet den Blick auf den schwächsten Schritt statt auf den Durchschnitt, der bei Ketten grundsätzlich zu gut aussieht

Hinweise:
Der RTY ist nur so ehrlich wie die einzelnen Quoten. Wo Nacharbeit still am Platz erledigt wird, steht überall 100 Prozent, und die Kennzahl ist wertlos.
Vergleiche zwischen Bereichen sind nur bei gleicher Schrittzahl sinnvoll. Ein Ablauf mit drei Schritten hat es leichter als einer mit zwölf.

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