Enterprise Architecture Management
Enterprise Architecture Management, auf Deutsch Unternehmensarchitektur- Management, hält fest, welche Aufgaben ein Unternehmen erledigt, welche Systeme das unterstützen und wo Angaben doppelt gepflegt werden.

Beispiel:
Die Frage, die dahintersteht, klingt harmlos: Welche Software haben wir eigentlich, und wofür? Ohne Übersicht kann sie niemand beantworten.
In einem mittleren Unternehmen kamen 94 Anwendungen zusammen. Für die Kundendaten waren vier davon zuständig, drei pflegten dieselbe Adresse. Zwei Anwendungen hatte niemand mehr geöffnet, die Wartung lief weiter.
Die Übersicht ordnet nach drei Ebenen: Welche Aufgaben gibt es fachlich? Welche Angaben werden dabei geführt? Welche Systeme unterstützen das?
Der Nutzen zeigt sich bei jeder Entscheidung über neue Software. Ohne Übersicht wird gekauft, was gerade fehlt; mit Übersicht ist sichtbar, dass drei vorhandene Systeme dasselbe schon können.
Die Gefahr ist die Pflege. Eine Übersicht, die ein Jahr alt ist, führt in die Irre — dann werden Entscheidungen auf einem Stand getroffen, den es nicht mehr gibt.
Vorteile:
+ doppelte Pflege derselben Angaben wird sichtbar, und sie ist die häufigste stille Ursache für widersprüchliche Auskünfte
+ vor jeder Beschaffung lässt sich prüfen, ob das Gewünschte schon vorhanden ist
Hinweise:
Der Umfang entscheidet über den Nutzen. Eine Übersicht über 94 Anwendungen und ihre Aufgaben ist pflegbar; eine über jedes Feld in jeder Datenbank ist es nicht.
Ohne benannten Zuständigen veraltet sie innerhalb eines Jahres und wird dann gefährlicher als gar keine.
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