16 Verlustarten nach JIPM

Die 16 Verlustarten sind eine Prüfliste des japanischen Instituts JIPM — Japan Institute of Plant Maintenance, auf Deutsch Japanisches Institut für Instandhaltung. Sie fasst zusammen, was Anlagen, Menschen und Material an Wirkung kostet.

16 Verlustarten nach JIPM: Die 16 Verlustarten sind eine Prüfliste des japanischen Instituts JIPM — Japan Institute of Plant

Beispiel:
Ein Bereich hatte an seinen Anlagen jahrelang nur zwei Dinge gemessen: Störungen und Rüstzeiten. Beide waren klein, die Anlagen liefen trotzdem schlecht.

Mit der Prüfliste kamen die übersehenen Posten heraus: Anlaufverluste nach jedem Stillstand, Leerlauf durch fehlendes Material, verringerte Geschwindigkeit aus Vorsicht, und Wartezeit auf Anweisungen.

Die Liste ist in drei Gruppen geordnet. Acht Verluste betreffen die Anlagen, fünf die Arbeit der Menschen, drei Material und Energie.

Ihr Nutzen liegt weniger im Messen als im Suchen: Sie fragt nach Dingen, auf die von selbst niemand kommt, weil sie zum Alltag gehören.

In einem Büro liest sich dieselbe Liste anders und trifft trotzdem: Wartezeit auf Zuarbeit, doppelte Erfassung, Anlaufzeit nach jeder Unterbrechung.

Vorteile:
+ sie findet die Verluste, die niemand nennt, weil sie zum gewohnten Ablauf gehören — genau dort liegt der größere Teil
+ sie trennt Anlagen-, Personal- und Materialverluste, sodass für jeden Posten klar ist, wer ihn überhaupt beeinflussen kann

Hinweise:
Die Liste ist eine Suchhilfe, keine Kennzahl. Wer alle sechzehn Posten dauerhaft messen will, beschäftigt eine Person mit dem Messen.
Die Übersetzungen der Bezeichnungen gehen auseinander. Wichtig ist, dass im Betrieb alle dasselbe darunter verstehen, nicht die Übereinstimmung mit einer Vorlage.

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