Nutzwertanalyse

Die Nutzwertanalyse vergleicht mehrere Möglichkeiten anhand gewichteter Kriterien und ergibt für jede eine Punktzahl.

Nutzwertanalyse: Die Nutzwertanalyse vergleicht mehrere Möglichkeiten anhand gewichteter Kriterien und ergibt für jede eine

Beispiel:
Drei Angebote für eine neue Software lagen vor. Der Preis war beim ersten am niedrigsten, und genau darum wäre fast entschieden worden.

Zuerst wurden die Kriterien festgelegt und gewichtet, bevor jemand die Angebote ansah: Bedienbarkeit 30 Prozent, Anbindung an vorhandene Systeme 25, Preis 20, Betreuung 15, Sicherheit 10.

Dann bekam jedes Angebot je Kriterium 1 bis 10 Punkte. Multipliziert mit der Gewichtung ergaben sich 7,4 für das erste, 8,1 für das zweite und 5,9 für das dritte Angebot.

Der Nutzen lag weniger im Ergebnis als in der Reihenfolge: Weil die Gewichtung vor den Angeboten stand, konnte sie niemand nachträglich auf sein Wunschergebnis zuschneiden.

In einer Verwaltung wird dieselbe Rechnung für die Auswahl von Standorten benutzt, in der Instandhaltung für die Frage, welche Anlage zuerst ersetzt wird.

Vorteile:
+ die Gewichtung zwingt zu der Frage, was eigentlich wichtig ist — und diese Frage wird sonst nie ausgesprochen, sondern nur unterschiedlich beantwortet
+ das Ergebnis ist nachvollziehbar, auch für jemanden, der nicht dabei war: Jede Zahl lässt sich zurückverfolgen

Nachteile:
- die Punktvergabe wirkt sachlich, ist aber geschätzt: Zwei Bewerter kommen bei demselben Angebot regelmäßig auf unterschiedliche Werte
- wer die Gewichtung erst nach dem Ansehen der Angebote festlegt, bekommt genau das Ergebnis, das er von Anfang an wollte — mit einer Tabelle als Beleg

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