Verbesserungs- und Ideenmanagement
Verbesserungs- und Ideenmanagement ist der geregelte Weg, auf dem ein Vorschlag von der Idee bis zur Umsetzung kommt — mit Frist, Zuständigem und Rückmeldung.

Beispiel:
In einem Betrieb gingen im Jahr 180 Vorschläge ein. Umgesetzt wurden 31. Die übrigen 149 lagen in einem Postfach, das einmal im Quartal geöffnet wurde.
Nach der Umstellung wurde nicht mehr gesammelt, sondern entschieden: Jeder Vorschlag bekommt binnen zwei Wochen eine Antwort, und zwar eine von drei — umgesetzt, abgelehnt mit Begründung, oder weitergegeben mit Termin.
Im Jahr darauf kamen 240 Vorschläge, 154 wurden umgesetzt. Die Zahl der Vorschläge stieg, weil die Antwort kam, nicht weil jemand geworben hätte.
Der teuerste Fehler in solchen Systemen ist die Prämie ohne Antwort. Wer Geld für Ideen zahlt, aber ein halbes Jahr nicht antwortet, bekommt weniger Vorschläge als der, der ohne Prämie in zwei Wochen antwortet.
In einer Verwaltung sieht dasselbe so aus: Ein Vorschlagskasten ohne Rückmeldung wird nach dem dritten Mal nicht mehr benutzt.
Vorteile:
+ die Antwortfrist ist der wirksamste Teil des Systems — sie entscheidet über die Zahl der Vorschläge mehr als jede Prämie
+ eine Ablehnung mit Begründung hält den Vorschlagenden im System; eine Nichtantwort verliert ihn dauerhaft
Hinweise:
Die Zahl der eingereichten Vorschläge ist die falsche Kennzahl. Brauchbar sind zwei: der Anteil der beantworteten und der Anteil der umgesetzten.
Kleine Vorschläge, die der Vorschlagende selbst umsetzen darf, gehören nicht in das System. Wer dafür ein Formular ausfüllen muss, lässt es.
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