LIPOC

LIPOC ist die deutsche Fassung von SIPOC: Lieferant, Input, Prozess, Output, Kunde — eine Übersicht, die einen Ablauf auf einer Seite abgrenzt.

LIPOC: die deutsche Fassung von SIPOC: Lieferant, Input, Prozess, Output, Kunde — eine Übersicht, die einen Ablauf auf einer

Beispiel:
Vor der Verbesserung eines Ablaufs wird oft eine Woche lang darüber gestritten, wo er anfängt und wo er aufhört. LIPOC beendet das in einer halben Stunde.

Für die Bearbeitung von Reklamationen sah es so aus. Lieferant: der Kunde und der Vertrieb. Input: die Beschwerde, der Lieferschein, das beanstandete Teil. Prozess in fünf Schritten: annehmen, prüfen, entscheiden, gutschreiben, antworten. Output: die Gutschrift und die Antwort. Kunde: der Beschwerdeführer und die Buchhaltung.

Beim Ausfüllen fiel auf, dass die Buchhaltung als Empfänger nirgends geführt war — sie erfuhr von Gutschriften erst über den Kontoauszug.

Die Reihenfolge beim Ausfüllen ist ungewohnt: Erst der Kunde und der Output, dann rückwärts. Wer links anfängt, beschreibt, was getan wird, statt wofür.

Auf Deutsch werden auch die Schreibweisen LIPOK und SIPOC benutzt. Gemeint ist in allen Fällen dieselbe Übersicht.

Vorteile:
+ die Übersicht passt auf eine Seite und beendet den Streit über die Grenzen eines Ablaufs, bevor die eigentliche Arbeit beginnt
+ die Spalten Lieferant und Kunde bringen regelmäßig Beteiligte zum Vorschein, an die vorher niemand gedacht hat

Hinweise:
LIPOC beschreibt die Grenzen, nicht den Ablauf selbst. Wer mehr als sieben Prozessschritte einträgt, hat die Übersicht durch ein schlechtes Ablaufbild ersetzt.
Der Eintrag SIPOC im Wörterbuch behandelt dieselbe Methode unter dem englischen Namen.

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