SIPOC-Methode

Wer einen Arbeitsplatz oder einen Vorgang beschreiben soll, zählt meistens auf, was dort steht: Bohrmaschine, Tisch, Bohrer. Oder Schreibtisch, Stuhl, Computer. SIPOC fragt stattdessen fünf Mal von außen nach — wer liefert, was geht hinein, was passiert, was kommt heraus, wer bekommt es. Dabei fällt auf, was einem sonst erst hinterher einfällt: die Druckluft, das Kühlwasser, die Briefmarken, der Mülleimer. Fünf Buchstaben, eine Seite, und danach steht eine Anforderungsliste statt einer Vermutung.

Welches Feld willst du sehen?
Arbeitsaufgabe
Ein Satz, wozu es diesen Arbeitsplatz oder Vorgang gibt. SIPOC fragt ihn nicht ab — deshalb steht er hier davor.
Beispiel Produktion
Löcher in eine Stahlplatte bohren.
Beispiel Büro
Die Buchhaltung eines kleinen Unternehmens führen.
Hinweis
SIPOC selbst kennt dieses Feld nicht. Ohne die Aufgabe sammelt man Zulieferer und Eingänge für einen Zweck, den keiner ausgesprochen hat.

Der Bogen

Erst ein Beispiel ansehen?

Füllt den Bogen darunter mit einem durchgesprochenen Fall — zum Anschauen, Überschreiben oder Löschen.

Arbeitsaufgabe

Ein Satz: Was soll hier entstehen? In der Fertigung „Löcher in eine Stahlplatte bohren“, im Büro „die Buchhaltung eines kleinen Unternehmens führen“. Steht hier mehr als ein Satz, sind es meist zwei Aufgaben.

S Zulieferer (Suppliers)

Wer etwas liefert, versorgt oder wartet: der Arbeitsschritt davor, Lieferanten für Material und Werkzeug, Strom, Wasser, Druckluft, Internet, Telefon, Post, Reinigung, Wartungsfirmen.

I Eingabe (Input)

Alles, was hineingeht, damit gearbeitet werden kann: Material und Verbrauchsmaterial, Energie, Werkzeugbestand, Unterlagen, Daten und Informationen. Auch das, was nur ab und zu gebraucht wird.

P Ablauf (Process)

Die Schritte nacheinander, je Zeile einer — vom ersten Handgriff bis zur Übergabe. Prüfen, Rückfragen und Warten gehören dazu — in der Werkstatt genauso wie am Schreibtisch oder zu Hause.

O Ausgabe (Output)

Was herauskommt: das Ergebnis, Zwischenergebnisse und Unterlagen für den Nächsten — und alles, was übrig bleibt: Späne, Ausschuss, Altpapier, Daten zum Archivieren.

C Kunde (Customer)

Wer die Ausgabe bekommt — innen wie außen: der nächste Arbeitsschritt, eine andere Abteilung, das Archiv, der Endkunde. Und wer eine Aufgabe abnimmt: Entsorgung, Müllabfuhr, Dienstleister.

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