Push-Steuerung

Bei der Push-Steuerung wird jeder Vorgang nach Plan losgeschickt, unabhängig davon, ob der nächste Schritt gerade frei ist.

Push-Steuerung: Bei der Push-Steuerung wird jeder Vorgang nach Plan losgeschickt, unabhängig davon, ob der nächste Schritt

Beispiel:
Eine Druckerei plant montags die Woche. Jeder Auftrag bekommt einen Starttermin, und an diesem Tag geht er in die Vorstufe — ganz gleich, wie viel dort schon liegt.

Am Donnerstag stehen vor der Weiterverarbeitung 38 Aufträge. Die Vorstufe arbeitet trotzdem weiter, weil ihr Plan das so vorsieht. Ihre Auslastung sieht auf dem Papier hervorragend aus, die Durchlaufzeit ebenso hervorragend schlecht.

Der Plan war zum Zeitpunkt der Erstellung richtig. Er wurde falsch, sobald eine Maschine ausfiel, ein Eilauftrag kam und ein Kunde die Freigabe verzögerte — also nach etwa einem halben Tag.

Dasselbe in einem Amt: Die Post wird jeden Morgen vollständig verteilt, gleich wie viel auf den Schreibtischen noch liegt.

Vorteile:
+ sie kommt ohne Rückmeldung aus dem Prozess aus: Wo es keine Signale gibt und auch keine geben kann, ist ein Plan das einzige Mittel
+ sie ist die richtige Wahl bei Einzelfertigung mit langen, planbaren Vorlaufzeiten, wo jeder Vorgang ohnehin nur einmal vorkommt

Nachteile:
- der Plan altert ab dem Moment seiner Erstellung, und niemand merkt es: Der Bestand vor dem Engpass ist das erste sichtbare Zeichen, und da ist es zu spät

Deine Meinung zu diesem Begriff

Was ist deine Meinung, oder was sollte verbessert werden? Name und E-Mail-Adresse sind optional — ohne Angaben bleibt deine Meinung absolut anonym.

oder lade dir das komplette Lean Wörterbuch herunter…

Wörterbuch herunterladen