RACI
RACI steht für Responsible, Accountable, Consulted, Informed — ausführend, entscheidend, gefragt, informiert. Für jede Aufgabe wird festgehalten, wer welche dieser vier Rollen hat.

Beispiel:
In einem Planungsbüro dauerte jede Freigabe von Zeichnungen unterschiedlich lang. Auf die Frage, wer entscheidet, kamen drei verschiedene Antworten.
Für die zwölf häufigsten Aufgaben wurde je eine Zeile geschrieben. Bei „Zeichnung freigeben“ steht jetzt: ausführend die Projektleitung, entscheidet die Bauleitung, gefragt wird die Statik, informiert wird der Bauherr.
Die Regel dahinter: In jeder Zeile gibt es genau einen, der entscheidet. Zwei Entscheider bedeuten in der Praxis keinen — dann wartet jeder auf den anderen.
Bei der Durchsicht fielen zwei Aufgaben auf, für die sich niemand als ausführend eintrug. Beide waren seit Monaten liegengeblieben.
In einer Klinik sieht dieselbe Zeile so aus: Entlassbrief schreiben — ausführend die Assistenzärztin, entscheidet die Oberärztin, gefragt wird die Pflege, informiert wird der Hausarzt.
Vorteile:
+ die Lücken fallen beim Ausfüllen auf, nicht erst im Streitfall: Aufgaben ohne Ausführenden und Aufgaben mit zwei Entscheidern werden sofort sichtbar
+ es trennt Entscheiden von Ausführen — die häufigste stille Ursache dafür, dass Vorgänge liegen bleiben
Hinweise:
Eine RACI-Matrix mit sechzig Zeilen liest niemand. Sie lohnt sich für die Aufgaben, bei denen es wirklich hakt, und verliert ihren Wert, sobald sie vollständig sein will.
Wer gefragt wird, hat kein Vetorecht. Wird das nicht ausgesprochen, wird aus „gefragt“ in der Praxis ein zweiter Entscheider.
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