Strukturierte Problemlösung

Strukturierte Problemlösung heißt, zwischen Problem und Maßnahme verbindlich zwei Schritte zu setzen: die Ursache suchen und die Wirkung nachprüfen.

Strukturierte Problemlösung: Strukturierte Problemlösung heißt, zwischen Problem und Maßnahme verbindlich zwei Schritte zu

Beispiel:
Der übliche Weg ist kurz: Ein Problem wird gemeldet, jemand schlägt etwas vor, es wird beschlossen. Sechs Wochen später ist das Problem wieder da.

Der strukturierte Weg hat feste Stationen. Das Problem wird beschrieben, mit Ort, Zeit und Menge. Der Sofortschutz sorgt dafür, dass der Empfänger nichts Fehlerhaftes bekommt. Erst dann wird die Ursache gesucht, und zwar an den Zahlen, nicht in der Runde.

Die Maßnahme kommt danach und richtet sich gegen die Ursache, nicht gegen das Symptom. Zuletzt wird nachgemessen, ob sie gewirkt hat, und die Regel wird festgeschrieben, damit es so bleibt.

Der Unterschied zeigt sich an einer Zahl: Wie viele beschlossene Maßnahmen werden nach acht Wochen noch einmal angesehen? Ohne Struktur fast keine.

Bekannte Ausprägungen sind der A3-Bericht, der 8D-Bericht und PDCA. Sie unterscheiden sich im Formular, nicht in der Reihenfolge.

Vorteile:
+ der Sofortschutz trennt zwei Dinge, die sonst vermischt werden: den Empfänger schützen und die Ursache beseitigen — das Erste eilt, das Zweite dauert
+ die letzte Station verhindert die häufigste Form von Selbsttäuschung: Eine Maßnahme gilt sonst als wirksam, weil sie beschlossen wurde

Hinweise:
Der Weg lohnt sich nicht für jedes Problem. Für etwas, das einmal vorkam und keine Folgen hatte, ist er zu schwer.
Die Formulare sind austauschbar, die Reihenfolge nicht. Wer die Ursachensuche überspringt, hat nur ein ausgefülltes Blatt.

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