Puffer

Ein Puffer ist ein bewusst angelegter Vorrat zwischen zwei Schritten, der Schwankungen auffängt, damit der nachfolgende Schritt nicht stillsteht.

Puffer: Ein Puffer ist ein bewusst angelegter Vorrat zwischen zwei Schritten, der Schwankungen auffängt, damit der

Beispiel:
In einer Hotelküche werden mittags 180 Essen ausgegeben. Der Andrang schwankt: zwischen 12.10 und 12.25 Uhr kommen 70 Gäste, danach zieht es sich. Vorgekocht werden deshalb 40 Portionen, die warmgehalten werden — der Puffer.

Ohne ihn müssten für die Spitze doppelt so viele Kräfte am Herd stehen, die danach nichts zu tun hätten. Mit ihm reichen zwei, und die Ausgabe steht nie still. Der Preis: 40 Portionen, die eine halbe Stunde stehen und an schwachen Tagen teilweise übrig bleiben.

Ein Sozialamt macht dasselbe mit Terminen. Zwischen Anmeldung und Sachbearbeitung liegt ein Stapel von etwa 25 vorgeprüften Vorgängen. Fällt jemand aus oder kommt ein Schwall Post, arbeitet die Sachbearbeitung weiter, statt auf die Anmeldung zu warten.

Ein Puffer ist keine Schlamperei. Er ist die bezahlte Versicherung gegen Schwankung — und wie jede Versicherung kostet er, auch wenn nichts passiert.

Vorteile:
+ er entkoppelt zwei Schritte: Der eine darf schwanken, ohne den anderen anzuhalten — das ist billiger als beide Schritte auf die Spitzenlast auszulegen
+ seine Größe ist rechenbar und nicht Geschmackssache: Sie folgt aus der Schwankung der Zulieferung und der Zeit, die eine Störung dauert

Nachteile:
- er verdeckt genau die Schwankung, die er auffängt: Wer den Puffer nie verkleinert, erfährt nie, ob die Ursache noch da ist

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